Editor WoodBusinessPortal.com team - research, 20 April 2011
Eine Regierungs- und Hochschuldelegation aus Japan hat am Montag die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) besucht. Im Internationalen Jahr der Wälder will die HFR ihre Arbeitsbeziehungen in andere Länder ausbauen und vertiefen.
Nach dem Besuch des Vizeagrarministers aus Paraguay vor einigen Wochen folgte am Montag bereits der zweite Besuch einer hochrangigen Delegation: Erste Konsultationen im vergangenen Jahr waren so aussichtsreich verlaufen, dass sich die japanische Regierung von einer engen Zusammenarbeit mit der HFR wichtige Impulse für die Neuausrichtung ihrer heimischen Forstwirtschaft verspricht.
Mehr als 70 Prozent der Landesfläche Japans sind mit Wald bedeckt. Der überwiegende Anteil dieses Waldes wurde vor rund 50 Jahren gepflanzt und hat nun ein Alter erreicht, das dringend Erschließungs-, Pflege- und Erntemaßnahmen erfordert, möchte man diese Bestände stabilisieren und wertvolle Holzsortimente produzieren. Die waldbaulichen und forsttechnischen Verfahren, die in Rottenburg wichtige Elemente der Ausbildung für eine nachhaltig betriebene Forstwirtschaft darstellen, sind in Japan bis heute weitgehend unbekannt. Vorherrschende Waldnutzungsform ist der Kahlschlag.
Ziele einer Kooperation sind der Austausch von Studierenden, Professoren und Erfahrungen sowie aktive Beiträge der HFR zur Schulung und Fortbildung japanischer Forstleute und Forsthochschulen. Eine Vereinbarung soll noch im ersten Halbjahr 2011 unterzeichnet werden.
Quelle: www.tagblatt.de